Durst nach Geld – wenn man mit Menschenrechten handelt 

Stellen Sie sich vor, Sie wachen eines Tages auf, machen sich auf den Weg ins Badezimmer, wollen sich gerade die Zähne putzen, doch das Wasser bleibt aus. Dieses Szenario ist für einige Menschen die beängstigende Realität. 
In der letzten Tagung der Modell UNO, wurde sich mit eben dieser Thematik, und den mit ihr einhergehenden Problemen ausführlich befasst. 
Seid ungefähr 40 Jahren wird besagtes Problem immer häufiger aufgegriffen, besonders geprägt durch die Wirtschaftsliberalisierung und den Einfluss der Weltbank und des IWF, welche die Privatisierung als Bedingung für den Verleih von Krediten nutzten. 
Besonders in heutigen Dritt Staaten, Lateinamerika, Asien und auch Afrika führte und führt dies zu verschlechterter Wasserqualität und unmenschlichen Preissteigerungen. 
Dass die immer noch anhaltende Privatisierung nicht mit der UN-Resolution 64/292, welche Wasser ausdrücklich als fundamentales Menschenrecht sieht, vereinbart ist, zeigt, dass wirtschaftliche Interessen immer noch häufig über grundlegende Menschenrechte gestellt werden. 

Wasser ist Leben, die wichtigste Ressource unseres Planeten, und dennoch steht es nicht allen Menschen zur Verfügung, Bauern können ihre Wiesen nicht bewässern, Menschen, Alt und Jung sterben in Krankenhäusern und täglichen erliegen mehr als 1000 Kindern den Folgen von verschmutztem Wasser und fehlenden Sanitäreinrichtungen. 
Während Großkonzerne ihre Ausbeutung, lokaler Wasserquellen damit rechtfertigen, dass sie die Verbesserung der Infrastruktur investieren, wozu einige betroffene Länder, ohne finanzielle Unterstützung nicht in der Lage wäre, bleibt unklar, ob die versprochenen Verbesserungen tatsächlich die Lebensbedingungen der Menschen verbessern, oder lediglich den Profit der Unternehmen steigern. 
Nicht nur die steigenden Preise stellen ein Problem dar, auch die sich zunehmend verschlechternde Wasserqualität bereitete den Delegierten Sorgen. 
Für bissige Kommentare und eine teilweise angespannte Stimmung, sorgte die Anwesenheit einer Vertreterin des Großkonzerns Nestle, welche sich im Laufe der Diskussion für die wirtschaftliche Betätigung des Konzerns rechtfertigen musste. 
Doch auch wenn die Diskussion hin und wieder von kleinen Auseinandersetzungen geprägt wurde, waren alle Delegierten stets engagiert und davon überzeugt eine Lösung zu finden. Schon während dem Schreiben ihrer Resolution war ein genereller Konsens abzusehen.
Wiedererwartend stimmt Saudi-Arabien allerdings gegen eine Resolution, an dessen Entwicklung er versuchte maßgeblich beteiligt zu sein. 

Abgesehen von der abgegeben Stimme Saudi-Arabiens, spiegeln sich die Verhandlungstage des Komitees gut in ihrer Endgültigen Resolution wieder. 
Sie macht deutlich, wie problematisch die Privatisierung eines Menschenrechtes ist, und verspricht eine Lösung für die Bedrohung so vieler Leben.

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